Der Fall Mollath aktuelle Reportage

Seit mehr als 7 Jahren sitzt » Gustav Mollath gegen seinen Willen in der geschlossenen Psychiatrie. Der Verdacht: Gustl Mollath wurde eingesperrt, um Steuersünder zu schützen. Das Politmagazin Report Mainz recherchiert seit April 2010 zu diesem unglaublichen Vorfall und bringt brisante Details ans Licht.

Gustav Mollath hatte die Schwarzgeldgeschäfte einer der größten deutschen Banken angezeigt. Anstatt die Steuerhinterzieher zu verfolgen, wurde Herr Mollath von der bayerischen Justiz in die geschlossene Psychiatrie gesperrt. Haben Justiz, » Politik und Psychiatrie dabei geholfen einen unbequemen Zeugen mundtot zu machen?

In die Psychiatrie kann jeder schnell gegen seinen Willen hineingeraten und man kommt nur sehr schwer wieder raus. Die unglaublichen Vorfälle im Fall Mollath lassen Justiz und Psychiatrie in Bayern in einem düsteren Licht erscheinen.

In den Fängen von Justiz, Politik und Psychiatrie

Auf 152 Seiten begründet die Regensburger Staatsanwaltschaft ihren Wiederaufnahmeantrag im Fall Gustl Mollath » zum Dokument

René Talbot, der Sprecher der Psychiatrieerfahrenen, über den Fall Mollath, das Gesetz zur psychiatrischen Zwangseinweisung und die Psychiatrie als Instrument politischer Gewaltausübung. Zum » Artikel heise.de

Zitat René Talbot Quelle » heise.de:

„Die Psychiatrie ist im Kern Zwangspsychiatrie, ihr Wesen ist es, Geständniszwang auszuüben. Mit Gewalt wird zu erduldende Körperverletzung durchgesetzt oder damit gedroht, um “Krankheitseinsicht” zu erpressen. Das ist immer eine “cruel, inhuman, degrading”, also folterartige Misshandlung. Obwohl unvereinbar mit den Menschenrechten, soll dieses Instrument der Herrschaft und die entsprechende Gewaltausübung durch den politischen Willen einer gesellschaftlichen Mehrheit nun mit dem neuen Gesetz legalisiert werden können. Psychiatrie ist also immer Instrument politischer Gewaltausübung.“

René Talbot ist seit den 80iger Jahren einer der engagiertesten Kritiker der Zwangspsychiatrie und ist auch in der “Irrenoffensive” aktiv, die z.B. an der Berliner FU die Reihe “Lehrstuhl für Wahnsinn” veranstaltet. Die BPE kooperiert auch mit liberalen Juristen, die Betroffenen Hilfestellung leisten.

» Quelle pflasterritzenflora

„Es steht im Grundgesetz dass die Würde des Menschen unantastbar ist, und es war bisher eine FARCE, eine LÜGE. Ich bin mit Menschen befreundet, die von der Psychiatrie ZWANGSmissbraucht wurden. Es ist mir ein Herzensanliegen, darauf hinzuweisen, dass es jetzt ein neues GESETZ gibt, und dass wir Menschen uns mit der » Pat­Verfü vor den Übergriffen der Psycho-Industrie schützen können! Das ist ein Riesen-Fortschritt und alle Parteien und alle Regierungen, die es bisher gab, haben ARG VERSAGT und haben vieles wieder gutzumachen an den Menschen, denen mit staatlicher Erlaubnis so viel grausames Unrecht angetan wurde, und leider immer noch wird.“ Zitat Nina Hagen aus dem Blogartikel von » pflasterritzenflora

PatVerfü – Die schlaue » Patientenverfügung schützt auch vor psychiatrischem Zwang und Entmündigung.

Rechtzeitige Vorsorge durch die spezielle Patientenverfügung gegen psychiatrischen » Zwang. Seit Inkrafttreten des Patientenverfügungsgesetzes am 1.9.2009 besteht die Möglichkeit, Selbstbestimmung in jeder Lebenslage zu bewahren, das heißt, auch gegen unerwünschte Einmischung durch die Psychiatrie Vorsorge zu treffen. Zum kostenlosen » PatVerfü-Formular

Zwangspsychiatrie: ein durch Folter aufrecht erhaltenes System

Im Folgenden soll untersucht werden, inwiefern Zwangspsychiatrie neben den elementaren Rechten auf Würde, Integrität und Selbstbestimmung ein weiteres Menschenrecht verletzt: Die Freiheit vor Folter. In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte [Resolution 217 A (III) der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948] wird Folter durch Artikel 5 verboten: „Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.” Zum » Artikel

 

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Der Fall Mollath aktuelle Reportage
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2 Kommentare

  1. Bei dem Zitat, das mit der “Pflasterritzenflora” verlinkt wurde, entsteht der Eindruck, es stamme von mir. Dies ist falsch. Dies schrieb Nina Hagen.

    MfG

    Hans Ulrich Gresch

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