Der Mythos vom „Jobwunder“ – Tatsächliche Arbeitslosenzahlen

Arbeitslosenzahlen werden gerne schön gerechnet damit es gut ins Bild passt. Arbeitslose Menschen, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, einen Ein-Euro-Job haben oder krank sind werden nicht zu den Arbeitslosen gezählt. Auch viele Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind, erscheinen nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik. Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, erscheint dieser betreute Arbeitslose ebenfalls nicht in der „offiziellen“ Statistik!

„Offizielle Arbeitslosenzahlen sind Schönfärberei“- Die Arbeitslosenzahlen werden in Europa politisch geschönt, auch Deutschland ist da keine Ausnahme. Der Ökonom Dr. Prof. Gerd Bosbach sagt, die Staaten verhalten sich wie schlechte Schuldner: Sie manipulieren die Zahlen, damit sie leichter an Kredite kommen.”
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» Interview mit dem Ökonomen Prof. Dr. Gerd Bosbach vom Rhein-Ahr-Campus in Remagen ist Mitherausgeber des Buches „Lügen mit Zahlen“ und lehrt Mathematik, Statistik sowie Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung. Zum Artikel » Quelle Deutsche Wirtschaftsnachrichten

Die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2012, die auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht, waren 3,7 Millionen Menschen:

 Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Juli 2012 3.697.750
 Offizielle Arbeitslosigkeit 2.875.971
 Nicht gezählte Arbeitslose   821.779
 Älter als 58 beziehen Arbeitslosengeld I und/oder ALG II    211.255
 Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten)    142.974
 Förderung von Arbeitsverhältnissen       2.652
 Fremdförderung     71.995
 Beschäftigungsphase Bürgerarbeit     29.106
 Berufliche Weiterbildung   135.240
 Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. durch Dritte)   136.565
 Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose)      7.176
 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen        117
 Kranke Arbeitslose (§126 SGB III)    86.699

Quelle Bundesagentur für Arbeit: Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Juli 2012, Seite 67.

Die dort aufgeführte Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit wurden in der Tabelle nicht berücksichtigt. Die dort aufgeführten älteren Arbeitslosen, die aufgrund verschiedener rechtlicher

Regelungen (§§ 428 SGB III, 65 Abs. 4 SGB II, 53a Abs. 2 SGB II u.a.) nicht als arbeitslos zählen, befinden sich in der Gruppe Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I oder ALG II. 1 IAB.

Auch tauchen nicht erwerbstätige Menschen – die sogenannte stille Reserve, Personen, die sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen – in keiner Arbeitslosenstatistik auf. IAB Kurzbericht 3/2012 Seite 10 (561.000 Personen)

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