Der Tod eines Guru

Rabindranath R. Maharaj der Nachkomme einer Linie von Brahmanen-Priestern. Schon als Kind wurde er in » Yoga und Meditation trainiert und forschte in den indischen Schriften. Er übte sich täglich mehrere Stunden in geheimnisvollen Gebeten, Riten und Anbetung seiner vielen rätselhaften » Götter. Dabei geriet er in transzendentale Zustände, kam mit
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» Geistern (Dämonen) in Verbindung, hörte mysteriöse Musik und wurde in andere Welten weggehoben. Rabi erfüllte die Pflicht der Astrologie und erlangte so den Titel eines hinduistischen Pandit. Die Bevölkerung betete ihn als “Gott” an und legte ihre Opfer zu seinen Füßen.

Zunehmende Enttäuschungen innere und äußere Kämpfe führten den jungen » Guru zur Auseinandersetzung mit seinen mystischen Kenntnissen und Erlebnissen. Man spürt den tiefen Einblick in die östliche Religion in dieser packenden Erzählung. Rabi findet den wahren Sinn für sein Leben.

Überdies wird dieses interessante Buch durch eine treffende Worterklärung (was bedeutet z.B. Brahman, Yoga, » Guru, Karma, Krishna, Mantra, Maya usw.) zu einem handlichen Kurzlexikon. Ein Buch, spannend bis zur letzten Seite, das man ungern zur Seite legt, wenn man es einmal zu lesen begonnen hat.

Auszug:

„Man kann Indien nicht beschreiben; Man muss es schon selbst gesehen haben. Das Elend, die Armut und der Aberglaube sind unfassbar. Wenn uns die Dörfer schon schockieren, dann spottet das entsetzliche Großstadtleben jeder Beschreibung. In Kalkutta erzählte mir mein Gastgeber, dass über eine Million Inder ein jämmerliches Dasein in den Straßen der Stadt fristen. Nicht einmal eine Stroh- oder Lehmhütte nennen sie ihr Eigen. Sie enden, wo sie geboren wurden, in einer düsteren Gasse oder in der heißen Sonne auf dem Bürgersteig, ohne etwas anderes als Elend und Hoffnungslosigkeit gekannt zu haben.

Vergeblich hatten sie versucht, Götter versöhnlich zu stimmen oder die Hilfe derer zu erbitten, die weder Liebe noch Erbarmen kennen. Gibt es wohl etwas Widersinnigeres für diese Verworfenen, als belehrt zu werden, sie müssten nur „erkennen“, dass sie Gott sind und damit getröstet zu werden, dass die eiternden Wunden am Leib, der nagende Hunger im Bauch und die dumpfe Leere im Herzen lediglich Maya (eine Illusion) seien? Gibt es einen » satanischeren Betrug?

Mein Herz tut weh, wenn ich an die leidenden Massen Indiens denke. Unfassbar, dass der Westen auf der Suche nach » geistlicher Einsicht nach Indien blickt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Hinduismus mit seinen fatalistischen Lehren von Karma und Reinkarnation die Wurzel von Indiens Problemen sind. Welche maßlose Blindheit, östlichen Mystizismus als wahre Erleuchtung anzusehen! Der traurige Zustand Indiens ist ein beredtes Zeugnis dieser Finsternis.“

 

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