Die Mär vom Fachkräftemangel, um über den Import billiger Fachkräfte das Lohnniveau zu drücken

In Deutschland fehlen angeblich Fachkräfte wird von Politikern, Verbandsfunktionären und einer großen Mehrheit der Massen-Medien propagiert. Einzige Lösung wäre die verstärkte Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften.

Während Industrie und Wirtschaft mit immer neuen Propaganda-Meldungen vor einem “Fachkräftemangel” warnen, suchen zehntausende gut ausgebildeter Fachkräfte eine » Stelle. Es handelt sich wohl eher um eine ideologische Debatte, die Unternehmen clever dazu nutzen, um die Zuwanderungsdebatte in Gang zu halten und durch das Übergangebot von Arbeitskräften, die Höhe der Löhne und Gehälter zu beeinflussen. Lohndumping mit staatlicher Hilfe.

Plusminus – Das Märchen vom Fachkräftemangel

Der Statistik-Experte Dr. Gerd Bosbach Professor in Koblenz und Mit-Autor des Buches „Lügen mit Zahlen – Wie wir mit Statistiken manipuliert werden“ – steht dieser Debatte skeptisch gegenüber:

„Wenn wir Fachkräftemangel hätten, würde man sich um die heutigen Fachkräfte reißen – sich reißen hieße, man würde ihnen vernünftige Gehälter und Dauerstellen anbieten und keine Zeitarbeit oder Praktika.“

Es fehlen keine Fachkräfte

Ein Fachkräftemangel ist bisher nicht belegt worden. Es wird vielmehr versucht, durch billigere Fachkräfte aus dem Ausland, die Konkurrenz auf dem » Arbeitsmarkt zu verschärfen, damit Wirtschaft und Industrie qualifizierte Mitarbeiter zu Billig-Löhnen beschäftigen können. Immer wieder wird der Mythos vom Fachkräftemangel von Politikern und Lobbyisten von Wirtschaftsverbänden aufgestellt, die dann von vielen Medien unwidersprochen übernommen werden.

Es gibt gar keinen Fachkräftemangel – Interview mit Wirtschaftsexperte Karl Brenke

„ Eine Million Stellen sollen in Deutschland unbesetzt sein – die Bundesregierung hat eine Fachkräfte-Initiative gestartet. Doch der Wirtschaftsexperte Karl Brenke bezweifelt, dass es einen Mangel an Fachkräften überhaupt gibt. Die Regierung wolle nur die Löhne hierzulande drücken, sagt Brenke“ Quelle Info Radio rbb

Die Lügen der Regierung – Fachkräfte Mangel eine Phantom-Debatte – Interview mit Lars Niggemeier

Fachkräftemangel – Eine Fatamorgana der “Denkfabrik” IW Köln

Wenn es einen Fachkräftemangel gäbe, müsste sich dies in steigenden Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen niederschlagen

Dem ist aber nicht so. Das zeigt sich auch ganz deutlich an den Reallohnverlusten der letzten Jahre. Das Prinzip der Marktwirtschaft besagt, dass bei einer steigenden Nachfrage, die einem sinkenden Angebot gegenüber steht, der Preis steigt.

Es verhält sich jedoch so, dass der Niedriglohnsektor einen immer größeren Umfang annimmt. In der Realität existiert wohl eher ein Überangebot an Fachkräften, welche, um die nicht ausreichend vorhandenen Arbeitsangebote konkurrieren und so eine Verdrängungsspirale nach unten in Gang setzen. Der ausgebildete Akademiker als Taxifahrer ist nur ein Beispiel.

Report München – Von wegen dringend gesucht – Die Legende vom heiß begehrten Ingenieur

„Während die Industrie mit immer neuen Propaganda-Meldungen vor dem Fachkräftemangel warnt, suchen zehntausende gut ausgebildete und hoch motivierte deutsche Ingenieure eine Stelle.“

Junger Ingenieur sucht Job

Die Profiteure der Fachkräfte Fata Morgana sind die Unternehmen

Warum wurde der Mythos Fachkräftemangel initiiert? Die Profiteure sind die Unternehmen. Die Formel für Arbeitgeber sieht ganz einfach aus: Je mehr Fachkräfte einem Unternehmen zur Verfügung stehen, desto weniger müssen sich Arbeitgeber bemühen, Fachkräfte für ein Unternehmen zu bekommen. Arbeitgeber wollen auch in Zukunft auf ein Überangebot an Arbeitskräften zurückgreifen.

Das Lügenmärchen vom Fachkräftemangel fördert Lohndumping

Forderungen nach Verlängerung von Lebens- und Wochenarbeitszeiten, massive Ausweitung der Zuwanderung von Arbeitskräften, um das für Unternehmen äußerst lukrative Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem » Arbeitsmarkt weiter beizubehalten. Solange der Arbeitsmarkt von Fachkräften überschwemmt ist, können Arbeitsbedingungen, Löhne und Zusatzleistungen von Unternehmen immer weiter nach unten gedrückt werden, damit die Gewinnmargen weiter in die Höhe steigen. Arbeitnehmer werden zu rentablen Arbeitssklaven.

Die Anforderungen von Unternehmen an Arbeitnehmer steigen ins unermessliche

An Arbeitnehmer werden immer höhere Erwartungen gestellt. Es wird sprichwörtlich die Eierlegende Wollmilchsau zu Dumping-Löhnen gesucht. Sinkende Einkommen, Streichungen von Leistungen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Senkung des Lohnniveaus, Aushebelung von Tarifverträgen bzw. Tarifflucht, Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse das ist die Realität. Raubtier-Kapitalismus pur.

Ein Fachkräftemangel wäre ein Vorteil für Arbeitnehmer

Wenn ein Mangel an Arbeitskräften besteht, dann ist das ein Vorteil für Arbeitnehmer. Sie können zwischen verschiedenen Stellenangeboten auswählen und auch bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen aushandeln. Aus Sicht von Arbeitnehmern ist ein Arbeitskräftemangel ein wünschenswerter Zustand. Arbeitnehmer profitieren von einer Verknappung von Arbeitskraft bzw. von einer massiven Erhöhung der Nachfrage von Arbeitskräften.

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Die Mär vom Fachkräftemangel, um über den Import billiger Fachkräfte das Lohnniveau zu drücken
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2 Kommentare

  1. Peter Schmidt sagt:

    jung-billig-willig

    Ich erfahre gerade am eigenen Leib, wenn man die geforderte Grundqualifikation U40 nicht mehr erfüllen kann. Die Arbeitgeber verstoßen massiv gegen das AGG, indem Mütter und Ältere massiv aus dem Arbeitsleben herausgehalten werden.
    Und das ist nicht nur in der Industrie so, gerade im Handwerk werden Ältere nahezu heraus gedrängt und gemieden, obwohl der Inhaber nicht selten selber zu dieser Altersklasse gehört.
    Die stellen sich aber zur Zeit schon selber ein Bein, da die Jungen lieber die Unis stürmen, als eine Handwerksausbildung.
    Wir haben kein Demografieproblem, sondern ein Einstellungsproblem.

    Als wirksamem Gegenmaßnahme, hilf nur sich mittels zivilen Ungehorsams zu wehren,
    -1) in dem man auf der Autobahn permanent 65 fährt, mit einem Schild hinten drin, dass man von der Straße geholt werden möchte und eine kurze E-Mail-Adresse dazu. Dazu benötigt man nur einige, um den morgendlichen Verkehr ordentlich zu stören. Über Wochen holt ein Betrieb einem vielleicht wirklich von der Straße, dass was man auch erreichen wollte.
    -2) in dem man mit irgendwelchen Anträge und Widersprüche die Hartz4-Center Arbeit verschafft. Und wenn diese sich in irgendeiner Form beschweren, sofort bewerben: Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe von Ihrem SachbearbeierIN XXX gehört, das Ihre Dienststelle wegen der Belastung dringend Entlastung benötigt. Ich bewerbe mich daher ……
    Wenn dann eine Absage kommt, schriftlich nachfragen, was genau die Gründe sind und evtl. eine AGG-Klage nachschieben. Ist zwar Aussichtslos, man selber kommt aber unter Menschen und es bindet ungemein Ressourcen im Hartz4-Center. Man wird sich auch sehr verstärkt darum bemühen, einem loszuwerden, indem man diesen einen Job vermittelt, dass was man auch erreichen wollte. Ist natürlich nichts für Leute die nur ‘hartzen’ wollen, aber die raffen sich eh nicht zu so etwas auf.
    -3) in dem man den Firmen neben seiner Bewerbung eine fiktive Parallelbewerbung einer etwa 20 Jahre jüngeren fiktiven Person mit ähnlicher aber etwas schlechterer Qualifikation einreicht.
    Ein altes Foto ist schnell gefunden und digital bearbeitet, so dass eine Ähnlichkeit nicht mehr gegeben ist. So verletzt man keine Persönlichkeitsrechte. Zeugnisvorlagen findet man genug im Netz und bastelt sich diese nach Guttenbergmanier zusammen. Ausgedruckt und wieder eingescannt kann kein Fachmann feststellen, es muss nur gut genug gemacht und stimmig sein. Noch ein passenden Lebenslauf und fertig ist die Kiste. Man sollte aber, um keine Spuren auf seine echte Identität zu hinterlassen, einen eigenen Account auf seinen PC einrichten und ein anderes E-Mail-Programm nutzen oder besser gleich einen anderen PC nehmen. Und per E-Mail kostet dies sehr wenig Geld, nur einiges an Zeit, aber davon hat man reichlich. Und wenn man sich vorher noch etwas in Blogs oder Facebook bewegt oder sich als ehemaliger Schüler in eine Schule einträgt, findet der Personaler diese auch noch im Netz.
    Wenn denn die fiktive Person zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird und du später nur eine Absage erhält, dann Bingo, dann ist dieser Betrieb für eine AGG-Klage fällig. Die fiktive Person sagt natürlich freundlicher den Vorstellungstermin ab, diese kann ja was anderes gefunden haben. Mit dieser Methode kommt man oft auch an die Betriebe ran, die anonym über ein Personalvermittler suchen. Die Betriebe suchen doch Fachkräfte, dann sollen Sie auch eine entsprechende Anzahl an Bewerbungen erhalten.
    Diese Methode bringt jetzt zwar keinen Job, aber man kann ein erträgliches Einkommen erzielen. Man sollte sich aber nur auf Stellen bewerben, die man auch antreten würde und von der Qualifikation her antreten kann, sonst scheitert man vor Gericht. Wenn von 100 Bewerbungen fünf positiv vor Gericht ausgehen, kann man ein Jahr von leben.
    Nun kommt keiner her und sagt es ist Betrug. So lange sich diese Person nicht wirklich einstellen lässt und vorher absagt ist es nur eine Irreführung, so wie die Arbeitgeber mit dem propagierten Fachkräftemangel die Politik in die Irre führt. Politiker sich mit der Aussicht auf ein lukrativen Wirtschaftsjob zu kaufen, ist auch kein Betrug in Deutschland.

    mfG HP

  2. Rainer Siedler sagt:

    Ein sehr guter Beitrag! Die gewollte Lohnabsenkung spielt nur den Zeitarbeitsfirmen in die Hände, da diese die Möglichkeit bekommen, billige und willige ausländische Fachkräfte zu beschäftigen und somit mehr Aufträge an Land zu ziehen, womit sie deutschen Firmen mit gesunder Personaldecke das Wasser abgraben und diese dann Ingenieure freisetzen müssen. Mehr Stellen oder Arbeitsbedarf gibt es ja dadurch nicht – nur die Zahl der Stellenangebote schiesst wegen der steigenen Zahl der Mitverdiener in die Höhe. Das Problem ist, dass schon allein durch die Lohnabsenkung das Steuerauskommen gemindert wird, was der Volkswirtschaft schadet. Von jedem Euro, den Spitzenkräfte weniger haben, fehlen dem Staat dann 48 Cent! Kommen dann noch mehr Arbeitslose hinzu, verschärft sich das Problem Rente immer mehr.

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