Gier frisst Hirn

Steinbrück findet Kanzler-Gehalt zu niedrig

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stößt die nächste Gehaltsdebatte an: Die Einkünfte der Kanzlerin sind ihm zu niedrig – jeder Sparkassendirektor verdiene mehr.

Mit seinen Aussagen stieß Steinbrück bei Parteikollegen umgehend auf Kritik. Altkanzler Gerhard Schröder sagte, er halte die Politikergehälter in Deutschland für angemessen. “Ich habe jedenfalls davon immer leben können”, sagte er der Bild am Sonntag. “Und wem die Bezahlung als Politiker zu gering ist, der kann sich ja um einen anderen Beruf bemühen.”
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Der SPD-Kanzlerkandidat soll seit dem Jahr 2009 Nebeneinkünfte von insgesamt rund zwei Millionen Euro verdient haben; davon legte er 1,25 Millionen Euro, die er mit Vorträgen verdient hatte, öffentlich dar. Für neue Kritik hat gerade erst das Bekanntwerden eines Honorars gesorgt, das Steinbrück …. » zum Artikel Quelle zeit.de

Debatte um Haupt- und Nebeneinkünfte – » Quelle wikipedia.org

2003 geriet Peer Steinbrück im Rahmen der WestLB-Affäre in die Kritik, da er an den Sitzungen des Kreditausschusses, dem er als Ministerpräsident angehörte, nicht teilgenommen hatte. Hinzu kam, dass er dabei nicht auf die damit verbundenen Bezüge verzichtet hatte. Gemäß dem Landesministergesetz und der Nebentätigkeitsverordnung des Landes hatte der damalige Finanzminister Peer Steinbrück jedoch die Einkünfte bis auf 6000 Euro an die Landeskasse abgeführt.

Im April 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück von allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages die höchsten der veröffentlichten Nebeneinkünfte erhält. So kam er zwischen Oktober 2009 und Februar 2012 auf mehr als 75 Vorträge, bei denen er fast immer ein Honorar von mindestens 7000 Euro (die genaue Summe ist nicht veröffentlicht und kann erheblich höher liegen) erhielt. Zusätzlich wurde er in seiner Funktion als Aufsichtsrat beim Stahlkonzern ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2009/2010 mit knapp 50.000 Euro vergütet.

Insgesamt habe Steinbrück laut Medienberichten in der Zeit zwischen 2009 und 2012 mindestens 500.000 Euro an Nebeneinkünften verdient. Verschiedene Beobachter schätzen seine zu versteuernden Nebeneinkünfte mit knapp 1.250.000 Euro noch höher ein. Steinbrück wird vorgeworfen, Vorträge auch bei Firmen gehalten zu haben, mit denen er auch als früherer Finanzminister zu tun hatte, so bei der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, die im Auftrag des von ihm geführten Bundesfinanzministeriums das Bankenrettungsgesetz erarbeitet hatte.

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International rügte Steinbrück und warf ihm vor, nicht einmal geltende Bundestagsregeln korrekt zu befolgen. Sie forderte ihn auf, nicht nur die Namen seiner Redneragenturen, sondern die tatsächlichen Auftraggeber zu benennen. Seinen Einkommensteuerbescheid wollte Steinbrück nicht veröffentlichen, weil er steuerlich zusammen mit seiner Frau veranlagt werde. …………………………………………………………………….Anzeige

Vor seiner Nominierung als SPD-Kanzlerkandidat hatte Steinbrück angekündigt, zukünftig keine bezahlten Vorträge mehr zu halten.

Am 30. Oktober veröffentlichte Steinbrück den Bericht eines von ihm beauftragten Wirtschaftsprüfers aus dem hervorgeht, dass er von November 2009 bis Juni 2012 ca. 1,25 Mio. € (Brutto) Vortragshonorare erhalten und mit 48,5 % versteuert hat.

Im November 2012 wurden zusätzliche Nebeneinkünfte bekannt. Aus Buchhonoraren erhielt er 550.000 Euro, eine weitere fünfstellige Summe für ein Interview im Geschäftsbericht des Baukonzerns Bilfinger Berger, 115.000 Euro für sein Aufsichtsratsmandat und 65.000 Euro für das abgeschlossene Geschäftsjahr vom Stahlriesen ThyssenKrupp.

So sind bisher in der laufenden Legislaturperiode (2009 bis heute) allein aus Nebeneinkünften ca. 2 Mio. € (Brutto) bekannt. Darüber hinaus erhält er seit 2010 als Mitglied des Aufsichtsrates bei der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. jährlich 10.000 Euro … » zum Beitrag Quelle wikipedia.org

Bei diesen Nebeneinkünften dürfte das “Grundgehalt” wohl nicht von Bedeutung sein, zumal die Gagen für Kanzlervorträge sicherlich noch steigerungsfähig sind.

Und es sollte keinesfalls vergessen, dass ein Sparkassendirektor seinen Arbeitsplatz nicht “aussitzen” kann und üppige lebenslange Pensionen erhält, die von jedem einzelnen Steuerzahler subventioniert werden. Niemand wird gezwungen in die Politik zu gehen besonders wenn man sich bereits im Rentenalter befindet und das Konto prall gefüllt ist.

IZA-Forscher nehmen Politikergehälter unter die Lupe

Eine aktuelle » Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zeigt, dass die Diäten deutscher Bundestagsabgeordneter vergleichbar sind mit der Bezahlung von Führungskräften in der privaten Wirtschaft. Nebenverdienste führen jedoch zum Teil zu erheblichen Einkommensvorteilen.

Allerdings wurden u. a. Aufwandsentschädigungen und Kostenpauschalen in dieser „Studie“ nicht berücksichtigt. Sie machen ungefähr 50 % des Brutto-Einkommens aus.
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Ab dem 01. Januar 2013 mehr Geld für unsere ach so “schlecht” bezahlten Politiker.

Deutsche » Politiker können sich über mehr Geld freuen: Von Januar an steigen die Diäten der Abgeordneten im Bundestag um 292 Euro. Eine weitere Erhöhung folgt im August. Auch der Gehaltsscheck der Kanzlerin und ihrer Kabinettsmitglieder fällt 2013 höher aus .. » zum Artikel Quelle spiegel.de

Die große Mehrheit der Bevölkerung muss dagegen den Gürtel noch enger schnallen. Wie auch ganz deutlich in der Neujahrsansprache von Madame Merkel angekündigt.

Merkel schwört Deutsche auf harte Zeiten ein – Das Schwerste kommt erst noch – diese Botschaft gibt Angela Merkel den Deutschen für 2013 mit auf den Weg … » zum Artikel Quelle spiegel.de

Und so sieht die Lohn- und Gehaltssituation und weitere » Abwärtsentwicklung bei Arbeitnehmern aus:

Jeder fünfte » Arbeitnehmer in Deutschland ist betroffen: Immer mehr Menschen müssen sich mit einem Lohn von weniger als zehn Euro brutto die Stunde abgeben. Das besagen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Der Präsident der Behörde warnt: “Niedriglohn heute bedeutet » niedrige Rente morgen.”

Immer mehr » Arbeitnehmer in Deutschland erhalten nur einen Niedriglohn von weniger als 10,36 Euro brutto die Stunde. Im Jahr 2010 traf dies auf jeden fünften Beschäftigten in einem Betrieb mit zehn oder mehr Mitarbeitern zu. Der Anteil der Niedriglohnbezieher ist damit von 18,7 Prozent im Jahr 2006 auf 20,6 Prozent gestiegen. Dies gab das Statistische Bundesamt in Berlin bekannt. “Mit dieser Steigerung setzte sich ein längerfristiger Trend fort” …… » zum Artikel Quelle sueddeutsche.de

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