Tag Archiv für Fernsehen

Brot und Spiele – Heute wie früher

Eine Strategie politischer oder industrieller Machthaber das Volk mit Wahlgeschenken und eindrucksvolle inszenierten Großereignissen und einem primitiven Fernsehprogramm (Massenpsychose) zu unterhalten (man beachte: unterhalten kommt von unten halten), um von politischen, sozialen Missständen und wirtschaftlichen Geschehen abzulenken sowie das politische Desinteresse der Bevölkerung zur Sicherung der eigenen Herrschaft auszunutzen.

Schon im antiken Rom waren „Brot & Spiele“ die Manipulationsmethoden, um die Gunst des Volkes für den jeweiligen Herrscher zu sichern. Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Festen und Gelagen, sorgten öffentliche Spiele wie z. B. Rennen, blutige Gladiatorenkämpfe, ekelhafte Tierhetzen, Wagenrennen und Theateraufführungen für Abwechslung (Ablenkung).

Brot & Spiele funktionieren nach wie vor ausgezeichnet für unsere abgestumpfte Gesellschaft, deren Interesse über die elementaren Bedürfnisse (wohnen, essen, trinken) und niederen Gelüsten (Sex, Drugs and Rock and Roll) nicht hinausgeht.

Das Kolosseum von damals ist heute das Fernsehprogramm, Public Viewing, Love-Parade oder Sportveranstaltungen. Die Liste kann man beliebig fortsetzen. Mit diesen einfachen Maßnahmen von Massen-Manipulationen ließen und lassen sich in der Regel die Mehrheit des Pöbels ruhig stellen und von den elementaren Dingen fernhalten.
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Nur die Begrifflichkeiten und die Art der Ablenkung haben sich etwas verändert. Die Abwandlung des Ausdrucks Brot und Spiele kam in Deutschland durch einen Postkartenentwurf des österreichischen Aktionskünstlers, Musiker, Komponisten und Bühnenbildners Wolfgang Flatz in Umlauf: Fressen, Ficken, Fernsehen.

Wenn der Pöbel zu fressen hat und seinen niedrigen Gelüsten frönen kann und Unterhaltung, meistens der primitivsten Art, geboten wird, brauchen die Herrschenden keinen Aufruhr zu befürchten. Halte das Volk dumm, damit es nicht aufmuckt.

Auf dem Sofa liegend, bei Bier, Chips und Popcorn sich Reality Shows, Soaps, Talkshows oder Castings reinzuziehen und dabei der kompletten Verblödung entgegen zu dämmern, ist doch schön bequem, als sich mit politischen und gesellschaftlichen Dingen zu beschäftigen oder sich zu engagieren.

Je unrealistischer und stumpfsinniger das Fernsehprogramm, desto offensichtlicher der Zwecks des Fernsehens. Gehirn abschalten, bloß nicht nachdenken und sich mit Chips und Alkohol vollstopfen, um sich in eine irreale Fernsehwelt zu katapultieren.

Und dieser Schwachsinn produziert auch noch enorme Einschaltquoten. Das Fernsehprogramm zeigt sehr deutlich das Niveau und den geistigen Zustand unserer Gesellschaft. Fernsehen heute Augsburger Puppenkiste für dumme Erwachsene ohne Verstand und des eigenständiges Denkens und Handelns nicht mehr fähig.

Die Herrschenden reiben sich genüsslich die Hände, denn sie können machen was sie wollen. Nach mehr als 2000 Jahren hat das Herrschaftsinstrument Brot & Spiele (Fressen, Ficken, Fernsehen) noch nie besser funktioniert.

 

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Die Wahrheit über das Fernsehen

“Wir alle wissen inzwischen, wie gefährlich die normale »Wächterfunktion der Medien umgeschlagen ist in eine bedenkenlose Vernichtungsmaschinerie zwecks Pflege des eigenen wirtschaftlichen Erfolgs.” Edzard Reuter

Clip 1 – Ausschnitt aus dem Film “Network”

Clip 2 – Die Welt von Heute und Morgen „Network

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Ein Journalist steigt aus

Ein ehemaliger Mitarbeiter beim Spiegel TV erzählt äußerst interessante Einblicke. Er zeigt, dass Medien oft nicht objektiv sind.

„Journalistik ist die Kunst, das Volk glauben zu machen, was die Regierung für gut hält.“ Heinrich von Kleist

John Swinton (1829-1901) ehemaliger Herausgeber der New York Times, vor Redakteuren im Jahr 1889 zum Anlass seiner Pensionierung, zitiert nach: Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, Labor’s Untold Story, NY: United Electrical, Radio & Machine Workers of America, 1955/1979)

„Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben; und wenn Sie es täten, wüssten Sie im Voraus, dass sie niemals gedruckt würde.
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Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Andere von Ihnen werden für ähnliches bezahlt; und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen, und ich wäre meine Stelle los.

Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine

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