Tag Archiv für Konsumieren auf Kosten der Ärmsten

Im Namen des Konsums

Der Kurzfilm, “Im Namen des Konsums” ist eine Studienabschlussarbeit von Jacek Boguszewski im Bereich Kommunikationsdesign an der Design Factory Int. Der Film soll ein Bewusstsein für die Probleme unserer Konsumgesellschaft und deren Komplexität schaffen. Jede unserer Kaufentscheidungen hat weit reichende und gravierende Folgen, die wir beim maßlosen und egoistischen Konsumieren endlich mal bedenken sollten.

Konsumanie – Mensch du bist erkrankt

Nachfolgend Text aus dem Kurzfilm von Jacek Boguszewski:

Willkommen in unserer Konsum-Kultur, wo der Besitz und Gebrauch einer wachsenden Zahl an Gütern und Dienstleistungen, das oberste kulturelle Ziel ist. Wir werden in dieser Kultur geboren und wachsen darin auf, wodurch uns ihre Normen, Symbole, Werte und Traditionen als naturgegeben erscheinen.

Deshalb ist der Appell an Menschen, die in Konsumkulturen leben, ihren Konsum einzuschränken, in etwa mit der Aufforderung vergleichbar, mit dem Atmen aufzuhören. Für einen Augenblick können sie das, aber dann, werden sie wieder Luft holen müssen, Auto fahren, Fliegen, in großen Häusern wohnen und Klima-Anlagen nutzen.

Das sind für uns keine dekadenten Entscheidungen sondern einfach ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens. Doch diese Verhaltensweisen sind weder nachhaltig noch angeboren. Sie sind konstruiert durch unsere Kultur und haben gravierende ökologische Folgen und negative soziale Auswirkungen, vor dem wir nicht die Augen verschließen dürfen.

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Man findet heutzutage kein Ökosystem, in dem das natürliche Gleichgewicht nicht gestört wäre. Der Zustand unserer Meere ist bedrohlich. Seit beginn der industriellen Fischerei sind die Fischbestände um 90 Prozent zurück gegangen. Gestiegen ist allerdings der Anteil an Plastikmüll und Ölverschmutzung. Auf dem Land schwinden die Waldflächen jährlich um rund 15 Millionen Hektar. Dies entspricht der dreifachen Fläche der Schweiz.

Dadurch werden unsere natürlichen co2 Speicher zerstört und der Lebensraum vieler Tierarten vernichtet. Täglich sterben rund 130 Tierarten aus. Dies sind nur einige Beispiele für den Raubbau im Namen des Konsums, den wir an unseren natürlichen Ressourcen betreiben.

Wenn die ganze Welt so konsumieren würde, wie die westlichen Kulturen, dann bräuchten wir 3 bis 5 Erden, um den Verbrauch zu decken. Dieses Verhalten hat neben ökologisches Folgen natürlich auch enorme soziale Auswirkungen. Seit Jahrhunderten beutet die westliche Welt die dritten Weltländer aus, wodurch ein immer größeres Ungleichgewicht entsteht.

Heutzutage werden Kriege um Ressourcen wie Erdöl, Wasser und Edelmetalle geführt, die wir z. B. für die Herstellung unserer schnell veralternden Elektrogeräte brauchen. Diese lassen wir dann in Billiglohnländern unter den schlimmsten Arbeitsbedingungen und zu einem Hungerlohn herstellen, nicht selten von Kinderhand.

Die Folgen unserer verschwenderischen Lebensweise werden jedoch nicht nur in den Entwicklungsländern sichtbar. Auch in unserer westlichen Kultur gibt es sehr erschreckende Entwicklungen. Wir werden immer dicker durch Lebensmittel im Überfluss und Bewegungsmangel. Jeder Bürger in Deutschland konsumiert mittlerweile 60 kg Fleisch im Jahr.

Der Stress durch steigenden Leistungsdruck hat zugenommen und die Zahl der Herzinfarkte schnellt in die Höhe. Krankheiten wie Depressionen und Burnout sind auf dem Vormarsch. Wir konsumieren immer mehr und werden von allen Seiten kräftig dazu angestiftet. In unserer Kultur werden permanent Medien konsumiert, was logischerweise zu steigenden Bedürfnissen führt. Um all diese Wünsche zu befriedigen, sind viele Menschen gezwungen, Überstunden zu machen oder Zweitjobs anzunehmen. Was wiederum zu weniger Freizeit, mehr Stress und Krankheiten führt.

Die freie Marktwirtschaft lebt von dieser Abhängigkeit und davon, dass man Dinge kauft, die man gar nicht braucht. Vom Geld, das man nicht hat. Wir können uns die stetig wachsenden Konsumbedürfnisse ökologisch, sozial und finanziell eigentlich gar nicht leisten. Sie sind uns weder angeboren noch naturgegeben. Sie sind von außen auferlegt.

Statt nach sinnlosem Konsum von überflüssigen Dingen könnten wir nach etwas streben, dass uns wirklich am Herzen liegt. Wir sollen unser Verhalten überdenken und uns aus der daraus resultierenden Folgen bewusst werden. Nur dann können wir uns aus diesem Konsum-Gefängnis befreien. Ein nachhaltiges Leben miteinander führen und somit die Schönheit unserer Erde bewahren.”

Ausbeutung/Slaverei für die Geiz-ist-Geil Konsum-Gesellschaft

Heute leben mehr Menschen in Sklaverei als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Konsumieren auf Kosten von Millionen von armen Menschen. Hauptsache wir bekommen immer alles schön billig und können aus dem vollen Schöpfen.

 

 

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