Ursprung Sonntagsheiligung – Der Mythos vom christlichen Sonntag

Der Sonntagsheiligung ist nicht biblisch christlichen Ursprungs. Warum ignoriert die überwiegende Mehrheit der Kirchen das » 4. Gebot Gottes? „Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn.“

Das 4. Gebot lautet gemäß Bibel:

Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.

Altes Testament » 2. Mose Kapitel 20

„Er (Jesus) aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat  Jesaja von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind. Denn ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein, Waschungen von Krügen und Bechern; und viele andere ähnliche Dinge tut ihr. Und er sprach zu ihnen: Trefflich verwerft ihr das Gebot Gottes, um eure Überlieferung festzuhalten.“ (» Markus 7,6-9)

Der Sonntag in der Kulturhistorie seit der Antike war ursprünglich der erste Wochentag

Römer und Griechen übernahmen von den Babyloniern die 7-Tage-Woche. Die Wochentage wurden nach Himmelskörpern benannt, der erste Tag war der Sonntag (dies Solis – Tag der Sonne, des Sonnengottes).

Um die Sonne haben sich seit Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte viele Kulte gedreht

Lange bevor der Sonntag zum „christlichen“ Feiertag per Gesetz verordnet wurde, war dieser Tag bei den Heiden ein besonderer Tag, um die Sonne anzubeten. Sol war der Sonnengott der Römer und die Anbetung hatte ihren Höhepunkt im 3. Jahrhundert und wurde zum Staatskult. Der Geburtstag des Götzen Mithra „Sol Invictus“ wurde am Tag der Wintersonnenwende, am » 25. Dezember, gefeiert.

Der Tag der Sonne, der dem römischen Mithraskult geweiht war, wurde zum Ruhetag im Römischen Reich bestimmt. Kaiser Konstantin (306 – 337) verordnete im Jahre 321 das erste Sonntagsgesetz. Corpus juris Civills, II Codex Justinianus, III, 12, 2. Konstantin gelang durch dieses Gesetz ein genialer Schachzug. Er vereinte die kompromissbereiten Christen mit dem heidnischen Kult.

Bis 1976 war der Sonntag in Deutschland der erste Wochentag. Seit 1978 ist auf Beschluss der UNO der Montag international der erste Tag der Woche. Der Sonntag wurde von da an zum Wochenende gerechnet.

Der biblische christliche wöchentliche Ruhetag ist der Sabbat. Gemäß dem 4. Gebot Gottes: “Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn.“ » 2. Mose 20, 10.  Der Sabbat ist der Samstag, der siebte Tag der Woche. Nur wenn der Sabbat der siebte Tag der Woche ist, ist auch der Mittwoch in der Mitte der Woche.

So    Mo    Di    Mi    Do    Fr    Sa
Mo    Di    Mi    Do    Fr    Sa    So

Um dem Sonntag ein „biblisches“ Gewand zu geben, bediente sich die Kirche eines Kunstgriffes

Der original Wortlaut des göttlichen Gebotes: “Gedenke des Sabbattages…“ wurde in: „Du sollst den Feiertag heiligen“ geändert. Eine Veränderung und ein Gebot, das Gott so niemals angeordnet hat:„So geschah es, dass der Sonntag von Kirche und Staat als Tag der Ruhe und der Heiligung allgemein und überall gesetzlich geboten wurde und die Kirche selbst das nach der Bibel 4. Gebot Gottes: „Gedenke dass du den Sabbattag heiligst…“ dahin abänderte: „Du sollst den Feiertag heiligen“ wie es in unseren Katechismen heißt. Also nicht Christus, sondern die Kirche hat den Sabbat auf den Sonntag verlegt…“ (J. Winkler, „Der Sonntag“ S.52,53).

“Die Kirche hat im Namen dessen, der über den Sabbat Herr ist und kraft ihrer Vollmacht, zu binden und zu lösen, den Sabbat des Alten Bundes, den letzten Tag der Woche, als Tag des Herrn aufgelöst und an die Stelle des Sabbats den ersten Tag der Woche, den Sonntag, den Auferstehungstag Christi von den Toten, festgelegt.” Kardinal Faulhaber, “Katholische Kirchenzeitung” München, 26.2.1950

Im Konvertitenkatechismus von Peter Geiermann heißt es:

Frage: “Welches ist der Sabbattag?”
Antwort: “Samstag ist der Sabbattag.”
Frage: “Warum beachten wir den Sonntag statt den Samstag?”
Antwort: “Wir feiern Sonntag statt Samstag, weil die katholische Kirche die Feierlichkeit vom Samstag auf den Sonntag übertragen hat.”
(Peter Geiermann “The Convert’s Catechism of Catholic Doctrine” 1957 ed. S. 50)

Auch die Worte aus “The Catholic Record of London” vom 1. September 1923 sind ein Indiz dafür, wie weit die katholische Kirche ihre Autorität demonstriert: “Der Sonntag ist das Kennzeichen unserer Autorität… die Kirche steht über der Bibel, und die Verlegung der Sabbatheiligung ist ein Beweis dieser Tatsache.”

Aussage im katholischen Katechismus von Stephen Keenan:

Frage: Gibt es noch einen anderen Weg, um zu beweisen, dass die Kirche Macht hat, Feiertage durch Gesetz einzuführen?
Antwort: Hätte sie diese Macht nicht, könnte sie nicht das getan haben, worin alle modernen religiösen Menschen mit ihr übereinstimmen. Sie hätte nicht die Feier des Sonntags, des ersten Tages der Woche, anstelle des Samstags, des

siebenten Tages, setzen können. Eine Veränderung, für die es keine biblische Berechtigung gibt. (A Doctrinal Catechism)

“Was für ein frevelhaftes Unterfangen ist es doch, zu erklären und zu lehren, die alten Gebote Gottes seien für das heutige Geschlecht nicht mehr verbindlich. ” (“Stuttgarter Jubiläumsbibel”, Anmerkung zu Psalm 119:152)

“Durch die Sabbatstiftung hat der Herr sein göttliches Siegel auf die vollendete Schöpfung gedrückt. So ist der Sabbat der untrügliche Zeuge dafür, dass Gott die Welt erschaffen hat.” (Oberkonsistorialrat Dr. Schick, “Neue kirchliche Zeitschrift”, 1894, S. 744)

John A. O’Brien (“Der Glaube der Millionen”, 1948, S. 195):

“Ich habe die Bibel vom ersten Vers der Genesis bis zum letzten der Offenbarung gelesen und habe keinen Hinweis auf die Pflicht der Sonntagsheiligung gefunden. Der Tag, den die Bibel im Alten Testament erwähnt, ist nicht der Sonntag, der erste Tag der Woche, sondern der Samstag, der letzte Wochentag.”

A. Neander (prot. Kirchengeschichtsschreiber, in seiner “Kirchengeschichte” I, 339):

“Die Feier des Sonntags war immer nur wie alle Festfeier menschliche Anordnung, fern war es von den Aposteln, ein göttliches Gebot in dieser Hinsicht festzustellen. Schon am Ende des zweiten Jahrhunderts hatte eine falsche Übertragung dieser Art sich gebildet.”

(James Kardinal Gibbons, The Faith of our Fathers, S. 111):

“Sie können die Bibel vom » 1. Buch Mose bis zur » Offenbarung durchlesen und Sie werden nirgendwo eine einzige Zeile finden, die die Heiligung des Sonntags rechtfertigte. Die Schrift untermauert die religiöse Bedeutung des Sonnabends, eines Tages, den wir (Katholiken) niemals heiligen.”

Philipp Schaff (“Geschichte der alten Kirche”, Leipzig, 1867, § 39):

“Was die Feier eines bestimmten Wochentages betrifft, so lag ein bestimmtes göttliches Gebot der Feier eines wöchentliches Sabbats vor, das im Dekalog steht und schon in der Schöpfung begründet ist, folglich seinem Wesen nach mehr als bloß nationale, temporäre oder zeremonielle Bedeutung hat.”

“Der Sabbat, der berühmteste Tag im Gesetz, ging in den Herrentag über. Dieses und ähnliches hat nicht auf die Predigt Christi hin aufgehört…, sondern auf die Autorität der Kirche hin sind sie verdrängt worden.” (Konzil zu Trient, 1562)

“Wie vieles, was wir halten, Sonntage und Feiertage, Apostolikum, Kindertaufe und Konfirmation, diese wesentlichen Haltepunkte unseres kirchlichen Lebens haben wir nicht aus dem » Neuen Testament, sondern aus der kirchlichen Überlieferung. Das Christus oder seine Apostel die Kindertaufe, den Sonntag und die Feiertage verordnet haben, lässt sich nicht nur nicht beweisen, sondern es lässt sich sogar das Gegenteil zu aller nach Lage der Zeugnisse denkbaren augenscheinlichen Gewissheit bringen.” (Prof. Beyschlag, “Der Altkatholizismus”, S. 52, 53)

Eine Art, wie Gott sich der Menschheit offenbart hat, ist durch die Bibel

Verglichen mit anderen Büchern ist sie absolut einzigartig. Alles was Gott den Menschen mitteilen möchte findet man ausschließlich in der Bibel. Wer täglich nur 15 Minuten in der » Bibel liest, weiß nach einem Jahr mehr von Gott und Jesus Christus, als die meisten Pfarrer, Priester, Bischöfe oder Päpste.

Und jeder, der die Bibel liest, wird erkennen und verstehen, welche wichtigen und entscheidenden Wahrheiten von den Kirchen unterschlagen werden.

“Gott hat uns über alle Dinge informiert, die sowohl für unser irdisches Leben als auch für die Ewigkeit wichtig sind.” Prof. Werner Gitt

„Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.” (» Matthäus 7, 15-20)

“Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!” (» Johannes 14, 6)

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