Wie Alltagsdrogen die Gesellschaft steuern

Kaffee, Nikotin und Alkohol, die kleinen Helfer für den täglichen Gebrauch. Die Schmiermittel der Gesellschaft.

Was wäre die Welt ohne Kaffee? Ungefähr 90 Prozent aller erwachsenen Deutschen greifen jeden Morgen zu Kaffee. Das bittere Gebräu ist noch vor Bier, das Getränk Nummer eins. Das Geheimnis für den beispielslosen Siegeszug von Kaffee liegt im inneren der Kaffeebohne verborgen: Das Coffein.

Coffein ist ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine und gehört zu den psychoaktiven Drogen aus der Gruppe der Stimulanzien. Coffein ist der anregend wirkende Bestandteil von Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Mate, Guaraná, Energy-Drinks und (in geringeren Mengen) von Kakao. In reiner Form tritt Coffein als weißes, geruchloses, kristallines Pulver mit bitterem Geschmack auf. Quelle Wikipedia

Schwarzes Gift und Mother`s Little Helpers – Wie Alltagsdrogen die Gesellschaft steuern.

Zitat aus der Dokumentation Sozialwissenschaftler Dr. Gunter Amendt:

„Diese Gesellschaft würde ohne Drogen nicht funktionieren. Angefangen von den kleinen „harmlosen“ Alltagsdrogen, von denen wir bereits gesprochen haben. Den Dingen, die uns morgens in Gang bringen, Kaffee oder Tee, Zigaretten, bis hin zu den Produkten, die uns abends wieder den Schlaf ermöglichen, damit wir am nächsten Morgen ausgeruht wieder unsere Arbeit erfüllen können. Aber vor allen Dingen über die breite Palette der Pharmaindustrie, die für jede Situation, die denkbar ist, mittlerweile Produkte anbietet, die uns am funktionieren halten. Die meisten Menschen sind auf irgendeiner Droge, oft ohne es zu wissen.“

Neben Kaffee und Nikotin sind nehmen viele Menschen auch Medikamente zu sich, um den Tagesablauf zu bewerkstelligen. Dabei sind beispielsweise Kopfschmerzen oft ein Symptom für Stress oder Überforderung. Die Antwort auf den Druck dieser Gesellschaft. Wer in solchen Momenten Präparate mit Suchtpotential einnimmt, bringt dadurch nicht mehr Leistung sondern gefährdet sich eher.

Wie Sucht entstehen kann, lässt sich am Beispiel Zucker erklären. Gesüßte Speisen mag jedes Kind. Je süßer, desto besser. Und das Interesse steigert sich im laufe der Jahre. Zucker setzt zwar Glückshormone frei, liefert aber keine lang anhaltende Energie. Die Folge, ein von klein auf konditioniertes Essverhalten.

Zitat aus der Dokumentation  Sozialwissenschaftler Dr. Gunter Amendt:

„Fast alle Fastfood Produkte, auf die Kinder und Jugendliche so abfahren, von Cola über die Pizza, wo der Teig mit Zucker versüßt ist, über das, was bei Mc Donalds angeboten wird. In all diesen Produkten ist Zucker enthalten. Jeder Kindergeburtstag ist gerettet, wenn sie Fischstäbchen machen. Nun fragt man sich, wieso sind Kinder so scharf auf Fisch? Nein, sie sind nicht scharf auf Fisch. Sie sind scharf auf den Zucker, der in der Panade enthalten ist. Das mögen sie. Es ist etwas, was Kinder wollen und das ist der erste Stoff, von dem wir eine Abhängigkeit entwickeln.“

Der Mechanismus, der zur Abhängigkeit führen kann, ist immer der gleiche. Was für die eine Droge gilt, trifft auch bei anderen Substanzen zu und alle Menschen sind dafür anfällig. Auf den kindlichen » Zuckerkonsum folgen koffeinhaltige Getränke, Nikotin und Alkohol.

Geschluckt wird, was “hilft” mit den entsprechenden Konsequenzen: Der ausgiebige Konsum von Alltagsdrogen bedroht die Volksgesundheit. Der Dokumentarfilm zeigt wie unser Leben durch Sucht und Alltagsdrogen bestimmt wird.

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